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Technik:
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Grundlagen.
Luftfilter.
Vergaser.
Lambda.
Luftfilter

Über die Funktion und Arbeitsweise des Luftfilters bedarf es sicher keiner Beschreibung. Dass der Lufi nur dann die richtige Menge Luft an den Vergaser abgeben kann, wenn er sauber und technisch einwandfrei ist, versteht sich von selbst.

 

Beim Tauschen von Luftfiltern, insbesondere von Standart gegen Sportluftfilter ist zu beachten, dass diese Filtertypen bis zu 30% mehr Luft durchlassen können. Dadurch wird das Gemisch verändert. Chemisch ist für eine saubere Verbrennung die Zusammensetzung von Sauerstoff zu Kraftstoff im Verhältnis von 14,7:1 (Luft:Benzin) optimal. Dieser Wert bezeichnet Lambda 1. Wird der Sauerstoffanteil größer, so magert das Gemisch ab. Es fehlen also Kraftstoffanteile.

 

Umgekehrt führt eine Verringerung des Sauerstoffs (zB. durch verschmutzten Lufi) für eine Anreicherung des Gemischverhältnisses. Im Extremfall führt das zu einer suboptimalen Verbrennung. Zu erkennen ist das an den schwarzen Wolken am Auspuff.

Eine vergleichbare Wirkung hat es, wenn die angesaugte Luft verunreinigt ist. Viele Hersteller verbinden die Kurbelgehäuseentlüftung mit dem Luftfilterkasten. Der Dort einströmende Ölnebel muß dann mit der angesaugten Luft verbrannt werden. Neben der Tatsache, das Öl nicht annähernd eine Kraftentwicklung wie Benzin erzeugt, sorgt  es zudem dafür, dass zu wenig Sauerstoff für eine saubere Verbrennung in den Brennraum des Motors geführt wird.Folglich verlustiert der Motor in dem Moment  Leistung. Der Ölnebel ist in der Regel Drehzahlabhängig und nicht konstant! Der Vergaser läßt sich dann nicht ordentlich abstimmen.

 

Verschiedene Sportluftfilterhersteller werben damit, dass bei ihren Produkten die Luft weniger verwirbelt. Dazu möchte ich sagen, dass das eine Marketingaussage ist, die getrost vergessen werden darf! Zwar spielt die Verwirbelung der Luft im Vergaser eine wichtige Rolle. Auch zur Befüllung des Brennraums sind Verwirbelungen so gering wie möglich zu halten. Am Filtermateral selbst spielen diese Verwirbelungen so gar keine Rolle. Die Luftführung vom Filterkasten zum Vergaser sollte so gestaltet werden, dass die Luft Parallel (unverwirbelt) geführt wird. Gleiches gilt ausgehend vom Vergaser zum Brennraum.